Serviceleistungen für gesteinsphysikalische Standarduntersuchungen
Probenvorbereitung mit Diamantwerkzeugen: Bohren und Trimmen
von zylindrischen Proben (Plugs) mit Abmessungen nach Kundenwunsch.
Sägen von würfelförmigen Proben für Anisotropieuntersuchungen
(Permeabilität, Formationswiderstandsfaktor).
Als Kühlmittel für die benutzten Diamantwerkzeuge wird standardmäßig
Leitungswasser verwendet. Auf Wunsch kann auch Salzwasser oder Mineralöl benutzt
werden.
Probenvorbereitung durch Extraktion und Trocknen: Kohlenwasserstoffe
werden durch Soxleth-Extraktion oder Fluten mit organischen Lösemitteln wie Toluol
entfernt.
Wasser wird durch Trocknen im Trockenschrank (105 °C) entfernt. Enthalten die Proben
empfindliche Tonmineralien wird wahlweise bei 60 °C und 40 % relativer Feuchte oder
Critical-Point-Drying getrocknet.
Salze werden wahlweise durch Fluten mit demineralisiertem Wasser oder Soxleth-Extraktion
mit Methanol entfernt.
Probenvorbereitung Ummanteln von Kernproben: Für Sonderuntersuchungen
können die Proben mit dickflüssigem Araldit versiegelt werden und anschließend mit
dünnflüssigem Gießharz ummantelt werden.
Wenig verfestigte Proben werden in Aluminiumringen mit Optikerkitt eingebettet.
Porosität und Sättigung bohrfrischer Proben: An den Proben werden Wasser-, Salz- und Ölgehalt bestimmt und daraus eine Mindestölsättigung und – bei bekannter Spülungssalinität – ein Mindest-Lagerstättenwasseranteil berechnet.
Porosität und Matrixdichte: Bestimmung nach der Tränkungsmethode mit Isopropanol durch Wägung. Mit diesem Verfahren können sowohl regelmäßig geformte Proben als auch Bruchstücke und Cuttings untersucht werden.
Gaspermeabilität: Mit Hilfe einer teilautomatisierten Datenerfassung
werden scheinbare und KLINKENBERG-korrigierte Gaspermeabilitäten bestimmt. Die
Gleitströmungskorrektur erfolgt mit den von RIECKMANN angegebenen Parametern.
Während der Messung werden die Daten auf Verfälschung durch Turbulenz geprüft.
Alle Messparameter (Länge, Durchmesser, Temperatur, Druckdifferenz, Fließrate) werden dokumentiert.
Formationswiderstandsfaktor und Zementationsexponent: Die Proben werden entsprechend der Porositätsbestimmung behandelt. Tränkungsflüssigkeit ist jedoch Salzwasser. Die elektrischen Widerstände werden nach der 4-Elektroden-Methode bestimmt. Die Auswertung erfolgt nach ARCHIE.


